Angelzubehör

Als Neulinge fragt ihr euch bestimmt, was man alles für Zubehör braucht, um ein passionierter Angler zu werden. Hier erkläre ich euch, welche Ausrüstung ihr besitzen müsst, um gesetzlich abgesichert zu sein, und zeige euch meine Favoriten.

Die Standardausrüstung eines Anglers

Bestimmte Dinge muss einfach jeder Angler bei sich haben. Einmal, weil es das Gesetz vorsieht und auch, weil diese Dinge notwendig sind, um ein waidgerechtes Angeln zu ermöglichen. Dazu gehören:

  • scharfes Messer* für das Abstechen des Fisches.
  • Hakenlöser*um tierschonend und für den Angler ungefährlich den Haken zu entfernen.
  • Maßband*damit keine untermaßigen Fische entnommen werden
  • Totschläger*um den Fisch mit einem Schlag auf das Nachhirn zu betäuben bevor man einen Kehlschnitt vornimmt.
  • Hakenschärfer*, damit der Haken besser ins Maul des Fisches eindringen kann und der Fisch auch sicher gelandet werden kann.
  • Kescher*damit man einen Fisch sicher landen kann.

Die oben gezeigten Produkte sind nur Vorschläge. Bei den meisten Sachen ist jedes andere Produkt genauso gut. Beim Messer und Hakenschärfer würde ich jedoch etwas Qualitatives empfehlen! Der Kescher ist mein Favorit, weil er gut transportiert werden kann und fast alle Einsatzgebierte abdeckt. Perfekt für einen Einsteiger.

Alle diese Angaben sind keine Rechtsberatung, sondern basieren nur auf meinem Wissen und meinen persönlichen Erfahrungen.

Die passende Bekleidung für einen Angler

Wathose
Wathose*

Bei diesem Thema handelt es sich um einen Bereich für den keine pauschale Beratung möglich ist. Es gibt sicher für jeden Einsatzzweck eine passende Bekleidung. Außerdem hat natürlich jeder Angler eigene Präferenzen, welche Bekleidung er tragen möchte. Daher will ich im folgenden nur die wichtigsten Kleidungsstücke aufzählen und erklären, die ich persönlich bei mir im Schrank habe. Dabei werde ich darauf eingehen, worauf es dabei zu achten gilt.

1. Die Wathose/Watstiefel

Die Wathose* oder Watstiefel* sind im Prinzip Gummistiefel, die mit einer Hose aus einem wasserfesten Material, wie zum Beispiel Neopren, verbunden wurden. Der Unterschied zwischen Watstiefeln und Wathose besteht in der Beinlänge. Watstiefel sind mit Hosenbeinen verlängerte Gummistiefel, während die Wathose eine Art Latzhose ist und bis zur Brust geht. Welchen der beiden man wählt hängt vom Einsatzgebiet und dem eigenen Wohlbefinden ab.

Vorteil Watstiefel

  • Leichter und damit besser für lange Strecken geeignet (Spinnfischen)
  • Schneller an und aus
  • Günstiger
  • Kühler

Vorteil Wathose

  • Besser geeignet für tieferes Gewässer
  • Wärmer
  • Besserer Schutz

Wichtiger Hinweis: Beim Betreten eines Gewässers sollte auch mit Watkleidung äußerste Vorsicht angebracht sein. Eine Vertiefung am Grund des Gewässers und Wasser dringt in eure Kleidung ein und zieht euch hinab!!! Kauft euch daher einen Watgürtel dazu. 

Beim Kauf eurer Watkleidung gibt es weiterhin eigentlich nur zwei Dinge zu beachten. Erstens aus welchem Material eure Hose bestehen soll. Neopren ist oft schwerer, weil es dicker ist. Es ist dafür auch widerstandsfähiger gegenüber Büschen, Dornen etc. Kunststoffe sind leichter, trocknen besser und sind generell pflegeleichter. Dafür schwitzt man (ich zumindest) leichter.

Watstiefel
Watstiefel*

Weiterhin sollte man, zweitens, die Wahl der Sohle beachten. Fischt ihr viel in steinigen Bächen auf Salmoniden? Dann entscheidet euch für eine rutschfeste Sohle aus Filz. Fischt man eher in der Brandung oder an schlammigen Gewässern, nehmt die normale Sohle. Diese saugt sich nicht so voll und bietet hier ein besseres Profil.

2. Die Watjacke

Watjacke
Watjacke

Bei einer Watjacke handelt es sich eigentlich, um eine besonders wasser– und winddichte Jacke. Anders als der Name vermuten lässt, kann man diese Jacke auch ausgezeichnet tragen, wenn man nicht ins  Wasser waten möchte. Besonders sinnvoll ist sie natürlich beim Waten ins Wasser. Hierbei schützt deine Watjacke deinen Oberkörper vor Spritzwasser. Watjacken trägt man über der Wathose, damit kein Wasser hineinlaufen kann. Watjacken sind relativ kurz, um das eintauchen ins Wasser zu vermeiden.

Sie bestehen aus atmungsaktiven Materialien, wie Gore-Tex, Nylon usw. Wie beweglich man in seiner Watjacke noch ist hängt von Material und Gewicht ab. Die Spanne liegt zwischen einigen hundert Gramm und einem Kilo. Dabei sollte man beachten bei welchen Witterungsverhältinissen deine Jacke zum Einsatz kommen soll.

3. Überlebensanzug

Ein sogenannter Überlebensanzug* ist nicht wirklich für jeden Angler interessant. Die meisten Angler legen sich nur einen zum Hochseeangeln zu. Ich persönlich trage die Jacke (es ist ein Zweiteiler) inzwischen auch im Winter oder Herbst bei Bootsangeln.

Ein Überlebensanzug hat wie der Name schon sagt das Überleben zu sichern, wenn man über Bord geht. Dabei erfüllt er mehrere Funktionen.

Überlebensanzug
Überlebensanzug

Erstens besitzt er eine Signalfarbe, die das Wiederauffinden des im Wassertreibenden erleichtern soll. Zweitens befinden sich im Anzug Polster aus schwimmenden Materialien, damit man an der Oberfläche treibt. Außerdem soll der Anzug, drittens, warm halten und das Auskühlen verhindern. Selbst in warmen Wasser kühlt man schnell aus, da Wasser besser als Luft die Körperwärme ableitet. Und viertens befinden sich oft noch Signalpfeifen oder ähnliche Gegenstände am oder im Anzug, um auf sich aufmerksam machen zu können.

4. Festes Schuhwerk

Zu diesem Thema kann ich eigentlich nicht viele Worte verlieren. Gutes Schuhwerk ist in meinen Augen genauso wichtig für einen gelungenen Angeltag, wie die richtige Rute. Achtet bei der Wahl eurer Schuhe darauf das ihr lange damit laufen könnt, ohne Schmerzen zu bekommen. Ansonsten ist es völlig davon abhängig, wo ihr angelt und welche Schuhe euch am Besten passen. Schließlich hat jeder andere Füße…

Rutentasche – Nützlich oder Unfug?

Wer kennt das nicht, man packt seine Ruten ins Auto, fährt los und muss beim Ankommen feststellen, dass in den Blanks dicke Kratzer entstanden sind. Ärgerlich! Aus diesem Grund braucht jeder motorisierte Angler eine passende Rutentasche, in die er all seine Geräte sicher verstauen und überallhin transportieren kann.

Rutentasche
Rutentasche*

Grundsätzlich wird zwischen Stoffrutentaschen* und Hartschalentaschen* unterschieden. Die einfachen, oft mehrgliedrigen Stofftaschen sind vor allem für die kurzen Angelausflügen ideal geeignet, wenn die Rute schnell und unversehrt an den Spot mittransportiert werden soll. Die Hardcase-Modelle sind wiederum für Flugreisen oder andere Situationen, in denen das Gepäck auch mal gröber behandelt werden kann, perfekt geeignet. Bei der Wahl einer Hardcase-Rutentasche sollte man insbesondere auf Reißfestigkeit, Stabilität und Verarbeitung des Materials achten.

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