Feederruten – Von Anfänger bis Profi

Feederruten sind Ruten mit einem härteren Blank und feinen Spitzen in meist drei verschiedenen Stärken. Der kräftige Blank wird zum Werfen der mitunter sehr schweren Futterkörbe benötigt, die feine Spitze dient der Bisserkennung. Beim Feedern wird die Montage auf Grund gelegt und die Schnur gestrafft. Beißt nun ein Fisch, so erkennt man dies durch ein Zittern oder Rucken der Spitze. Durch die auswechselbaren Spitzen kann die Rute jedem Wetter- und Gewässer angepasst werden. Man unterscheidet Light- und Heavy- Feederruten. Erstere sind für den Einsatz in Seen geeignet und haben ein geringes Wurfgewicht. Heavy-Feederruten eignen sich hauptsächlich für strömende Gewässer, da ihr Wurfgewicht höher ist. Sie besitzen ebenfalls einen stabileren Blank.

Top Feederruten in der  Übersichtstabelle

Hier ein paar Richtwerte zur Orientierung:

  • Für kleine Körbe bis 30 Gramm und  Stillgewässer, wie Seen und langsam fließende Flüsse sind Ruten mit Wurfgewicht bis 50 Gramm ausreichend
  • Für  etwas Strömung und Körbe  bis 60 gramm sind Ruten mit einem Wurfgewicht von rund 90-140 Gramm angesagt
  • Für starke Strömung  etwa am Rhein darf es ruhig die schwerste  Rute sein, die man so findet, also  um die 200  Gramm Wurfgewicht

Mittelklasse Feederruten

Daiwa Ninja Feeder*
Länge: 3,60m
Gewicht: 280 g
Wurfgewicht: 50-150g
Aktion: semi parabolisch
Griff: Kork
Wechselspitzen: 2 carbon 1 Glasfaser
Zielfisch: Allround
Anmerkung: Empfehlung des Autors
Spro Petri Feeder*
Länge: 2,70m
Gewicht: 301g
Wurfgewicht: 120g
Aktion: parabolisch
Griff: Kork/EVA
Wechselspitzen: 2 Glasfaser
Zielfisch: Allround
Anmerkung: Preis/Leistung top
Jenzi Aicas Feeder*
Länge: 3,90m
Gewicht: 288g
Wurfgewicht: 60-150g
Aktion:semi parabolisch
Griff: Kork/EVA
Wechselspitzen: 3
Zielfisch: Allround
Anmerkung: /

Feederruten für den Profi

Browning Argon Feeder*
Länge: 3,90m
Gewicht: 336g
Wurfgewicht: 50-150g
Aktion: semi parabolisch
Griff: Kork/EVA
Wechselspitzen: 3 Vollcarbon
Zielfisch: Allround
Anmerkung: Empfehlung
Sportex Rapid Feeder*
Länge: 3,60m
Gewicht: 266g
Wurfgewicht: 90-150g
Aktion: semi parabolisch
Griff: EVA/Kork
Wechselspitzen: 3 Carbon
Zielfisch: Allround
Anmerkung: Preis/Leistung gut
Balzer Michael Zammataro Edition IM-12 Masterpiece Snake Skin*
Länge: 3,90m
Gewicht: 385g
Wurfgewicht: 150g
Aktion: eher semi parabolisch
Griff: Kork
Wechselspitzen: 3 Vollcarbon
Zielfisch: Allround
Anmerkung: Absolutes Profigerät

Was man noch zum Feedern braucht!

Rutenauflagen

Beim Feedern muss die Spitze ruhig stehen, also legt man die Rute auf eine Auflage. Für stehende Gewässer empfiehlt sich eine flache und breite Auflage, auf der man die Rute seitlich versetzen kann, um die Spannung der Spitze in Minischritten zu regulieren. Am Fluss ist eine tiefere Auflage besser geeignet, aus ihr rutscht die Rute nicht so leicht heraus. Die Auflage wird auf einen Erdspeer geschraubt. An harten, steinigen Ufern lässt sich der Erdspeer nicht immer optimal platzieren, da hilft ein Dreibein.

Dreibein Rutenhalter
Dreibein Rutenhalter*

Schnüre

Falls Ihre Rolle zwei Spulen hat, füllen Sie eine mit 0,20er Schnur für stehende Gewässer und die andere mit 0,25er für die Strömung. Die Schnur zum Feedern sollte wenig Dehnung aufweisen, so werden die Bisse besser übertragen, und der Anhieb kommt gut durch. Außerdem sollte die Schnur abriebfest sein, denn sie schleift ja ständig über den Boden, Muschelbänke oder Steine. Wer häufig in Entfernungen über 30 Meter angelt, hat mit einer geflochtenen Hauptschnur* von fünf bis sechs Kilo Tragkraft. Freilich muss man der Geflochtenen eine Schlagschnur aus 0,30er Monofil vorschalten, die so lang ist, dass sich vor dem Wurf einige Umdrehungen auf der Rolle befinden. Die Schlagschnur hält dem Druck beim Werfen mit einem schweren Korb stand. Und sie ist dehnbar, gibt den notwendigen Puffer gegen die Schläge starker Fische in der Endphase des Drills.

Haken und Vorfächer

Besonders geeignet sind Haken mit mittellangem Schenkel und großem Bogen. Sie bieten auch in kleineren Ausführungen genügend Halt für einen großen Fisch. Die Hakengrößen liegen zwischen 8 für Karpfen oder Barben und 18 für scheue Rotaugen. Das Vorfach wählt man passend zum Haken: das 18er Häkchen bindet man an ein 0,12er Vorfach, während ein 8er Haken an ein Vorfach von 0,20 Millimetern oder stärker gehört. Der Handel bietet auch fertig gebundene Vorfächer* zum Feedern mit der nötigen Länge von 80 bis 100 Zentimetern an. Im Stillwasser empfiehlt sich zunächst eine Vorfachlänge von 80 Zentimetern, im Fluss eine von 50.

Futter und Lockstoffe

Eine Packung Paniermehl und eine kleine Dose Mais, dazu eine Portion Maden, vielleicht Würmer und Caster – das reicht für einen Feeder-Ansitz. Sie können auch fertige Feeder-Mischungen kaufen. Ein Kilo kostet etwa vier Euro und reicht für eine oder zwei Feeder-Sitzungen. Die Fertigfutter enthalten Substanzen, auf die bestimmte Fischarten besonders ansprechen (sollen) und die das Verhalten des Futters verschiedenen Gewässertypen anpassen.

 

Lockfutter
Lockfutter*

Feederfutter selber machen?

Wie hilfreich fandest du diesen Beitrag?

Klicke um deine Bewertung abzugeben.