Stationärrollen – Die Allrounder der Angelwelt

Die wohl am meisten genutzte Angelrolle überhaupt ist die Stationärrolle. Sie ist ein absoluter Allrounder. Es gibt Stationärrollen in allen Größen und Variationen. Egal, ob zum Spinnfischen oder Brandungsangel. Ob auf Aal oder Karpfen. Man kann sie immer einsetzen. Das auffälligste Merkmal dieser Angelrolle ist, dass sich die Schnur beim Auswerfen von der feststehenden Spule abrollt. Stationärrollen gibt es mit Front- und Heckbremse.

Da man Stationärrollen für alle möglichen Arten der Angelei einsetzen kann, empfehle ich euch im folgenden einfach die 3, die ich am meisten nutze. Solltet ihr euch für eine von diesen entscheiden sucht euch einfach die Größe raus, die ihr für eure Angelei benötigt. Oder schaut nochmal bei den anderen Rollen vorbei.

Spro Red Arc*
Gewicht: 265-310 g
Übersetzung: 5,1:1
Schnurkapazität: 0,24mm/100m - 0,30mm/150m
Bremskraft: 4-8 kg
Bremse: Frontbremse
Kugellager: 6+1 Edelstahl
Größe: 1000, 2000, 3000, 4000
Anmerkung: eine meiner Lieblingsrollen. Benutze ich für fast alles. Absolute Empfehlung!
DAM Quick 5*
Gewicht: 225-300 g
Übersetzung: 5,8:1
Schnurkapazität: 140m/0,20mm - 185m/0,30mm
Bremskraft: 4-10 kg
Bremse: Frontbremse
Kugellager: 7+1
Größe: 1000, 2000, 3000, 4000
Anmerkung: Empfehlenswert.
Shimano Sienna 2500 RE*
Gewicht: 330 g
Übersetzung: 5,2:1
Schnurkapazität: 240m/0,20mm
Bremskraft: 5,5 kg
Bremse: Heckbremse
Kugellager: 2
Größe: 2500
Anmerkung: Schnäppchen für Einsteiger.

Heck- oder Frontbremse? Was ist die richtige Wahl?

Heckbremse

Das Rad zum Justieren der Heckbremse sitzt unten an der Stationärrolle am Getriebehäuschen, da bei dieser Bremsenart mehrere Scheiben auf die Rollenachse wirken.

Die Heckbremse ist beim Drill eines Fisches einfacher zu bedienen, leider verschmutzt sie schneller als eine Frontbremse. Zusätzlich ist es auch relativ schwierig die Bremse zu reinigen, da sie leider nicht so leicht zu öffnen ist, wie die Frontbremsanlage.

Speziell beim Drill kampfstarker Fische ist es von großem Vorteil, wenn man schnell auf eine harte oder weiche Einstellung umschalten kann.

Frontbremse

Eine Frontbremse wird direkt an der Spule umgestellt. Bei hochwertigen Stationärrollen ist die Frontbremse wasserdicht und dadurch nicht so anfällig gegen Verschmutzung oder Salzwasser.

Eine Frontbremse lässt sich durch die größeren Bremsscheiben weitaus sensibler einstellen als eine Heckbremse, weil diese direkt auf die Spule einwirken. Allerdings bedeutet das leider auch, dass während des Drills nicht so schnell Einstellungen vorgenommen werden können.

Kombinierte Bremssysteme

Mittlerweile werden von einigen Herstellern Stationärrollen angeboten, die beide Bremssysteme enthalten. Ich selber habe diese Systeme noch nicht getestet, daher kann ich sie euch auch nicht guten Gewissens empfehlen. Natürlich steht es euch frei euch selbst auszuprobieren. Denn: Probieren geht über studieren.

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