Alle Angelrollen auf einen Blick

Rollentyp: Multirolle
Multirolle*

Auf dieser Website gibt es Übersichten über alle Eigenschaften und Rankings für die verschiedenen Rollen. In den Artikeln gibt es noch einmal genauere Erklärungen, was wirklich wichtig bei diesen Rollen ist, sowie Empfehlungen und Vergleiche.

Stationärrolle
Spinnrollen
Multirollen
Kapselrollen
Fliegenrollen
Baitcastrollen

Natürlich gibt es noch Dutzende weitere Rollen in allen möglichen Variationen und allen Preiskategorien. Das Ziel dieser Seite ist es aber nicht einfach alle einmal gezeigt zu haben. Wir wollen einen Überblick geben über eine Auswahl von Rollen, die jeden Angler für jede Situation wappnen sollten.

Die Rollenwahl

Ähnlich den Angelruten ist die Auswahl der Angelrollen so groß, wie die Vielfalt an Fischarten und Gewässertypen. Und für jede Situation gibt es das passende Gerät. Alles muss aufeinander abgestimmt sein. Doch worauf muss ich eigentlich achten?

Wichtige Punkte für die Entscheidung

Die wichtigen Eigenschaften auf die man bei der Rollenwahl achten sollten, ähneln stark denen bei der Auswahl der richtigen Angelrute.

  1. Angeltechnik auswählen: hier entscheidet man sich für eine oder mehrere Angeltechniken, ob Spinnfischen, Grundangeln, Feedern oder sogar Fliegenfischen ist wohl der erste und wichtigste Schritt bei der Wahl der Rolle. Während beim Spinnfischen eher kleine, leichte Rollen zum Einsatz kommen, werden fürs Brandungsangeln eher schwere große Rollen benötigt.
  2. Die Zielfischwahl. Sie beeinflusst in Kombination mit der Angeltechnik, welche Übersetzung, welche Bremskraft und welchen Schnureinzug die geeignete Rolle haben muss.
  3. Das Gewässer beeinflusst, ob man eine salzwasserfeste Rolle benötigt oder nicht. Je nachdem welche Fischarten in dem ausgewählten Gewässer leben, kann ebenfalls die Wahl der Rolle beeinflusst werden. Wenn man große Tiefen erreichen muss, wie beim Pilken in Norwegen beispielsweise muss die Rolle eine große Schnurkapazität aufweisen.
  4. Vom Boot werden keine Weitwurfrollen gebraucht. Vom Ufer hingegen ist es essentiell, dass der Schnurablauf optimal ist, wenn man weit auswerfen muss um geeignete Stellen zu erreichen.

Eigenschaften von Angelrollen

Alle Eigenschaften einer Rolle in Kombination machen sie für einen bestimmten Zielfisch oder ein bestimmtes Gewässer besonders geeignet.

Das Gewicht

Das Gewicht einer Rolle korreliert im Wesentlichen mit der Bremskraft, Schnurkapazität, Schnureinzug und daraus resultierend mit der Wurfweite. Generell gilt: je größer die Rolle, desto besser die Werte. Das heißt aber nicht, dass man mit kleinen Rollen nicht weit werfen kann. Entscheidend ist das Gewicht auch dann, wenn man lange Zeiten angelt, viele Würfe macht und große Distanzen zurücklegt, wie beim Spinnfischen. Hierbei machen kleinere Rollen Sinn.

Die Bremskraft

Eine gute Bremskraft wird immer wichtiger, je größer und kampfstärker der Zielfisch wird. Ist die Bremskraft zu gering, ziehen die Fische in den extremsten Fällen die Schnur von der Rolle oder ins Kraut, wo die Schnur reißen kann. Man sollte aber nun auch nicht in Panik die stärkste Rolle kaufen, die man finden kann. Auf Hecht fische ich selber nie mit mehr Bremskraft als 6 kg und das ist schon großzügig gewählt. Wirklich darauf achten sollte man darauf bei großen Fischen, wie Waller, Dorsch und Co.

Der Schnureinzug und Schnurablauf

Der Schnureinzug pro Umdrehung entscheidet darüber, wie schnell man einen Köder einholt, was beim Spinnfischen die richtige Führung beeinflussen kann. Auch entscheidet er darüber, wie schnell der Fisch zu einem herangeholt werden kann.

Geflochtene Schnur*
Geflochtene Schnur*

Wichtig ist ebenfalls die Qualität der Schnurwicklung. Ist diese zu lasch oder unregelmäßig können Knoten entstehen. Das ist nervig und kann einen viel Schnur und Ausrüstung kosten. Dasselbe gilt für den Schnurablauf. Je besser die Schnur abläuft, desto weiter und vertüdelungsfreier kann die Schnur fliegen. Bei Freilaufrollen oder im Freilauf ist ein guter Schnurablauf auch deshalb wichtig, damit der Fisch keinen Widerstand merkt, wenn er am Köder knabbert. Das kann über Bisse im Überfluss oder einen Schneidertag entscheiden.

Die Schnurkapazität

Ich denke hierzu gibt es nicht viel zu sagen. Je weiter man auswerfen muss und je stärker die Fische sind, desto mehr Schnur sollte eine Rolle speichern können.

Hinweis: Die Angaben der Hersteller zur Schnuraufnahme in Meter gelten zumeist für monofile Schnüre. Multifile Schnüre sind bei gleichem Durchmesser oft dicker (hört sich seltsam an ist aber so) und daher kann man meist weniger multifile Schnur aufspulen als angegeben.

Die Übersetzung

Wenn man bei den Herstellerangaben einer Rolle von der Übersetzung spricht und 5,8:1 liest, fragt man sich natürlich was man damit anfangen soll.

Die Zahl bzw. Zahlen vor dem Doppelpunkt geben an, wie viele Umdrehungen die Rollenspule macht, wenn die Kurbel einmal (die Zahl nach dem Doppelpunkt) um ihre Achse gedreht wird. In unserem Beispiel ist es exakt 5.8 Mal. Je nachdem wie hoch die Übersetzung ausfällt und wie groß die Spule ist, bedeutet es schnelle bzw. langsame Köderführung.

Die Kugellager

Bei den Kugellagern ist eigentlich am Wichtigsten die Anzahl und das Material. Pauschal kann man sagen: je mehr Kugellager, desto runder der Lauf. Allerdings sind Edelstahlkugellager natürlich viel haltbarer als Kunststoff. Kunststoff würde ich übrigens keinem empfehlen.

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