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Baitcastrollen im Vergleich

Baitcastrollen gehören in die Kategorie der Multirollen. Sie wurden für die Fischerei vom Boot entwickelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man im Meer oder im Süßwasser angeln möchte. Natürlich sollte man darauf achten, dass die Rolle salzwasserresistent ist, wenn man im Meer angelt. Weiter unten findet ihr Infos zu den Eigenschaften der Baitcastrollen, sowie deren Handhabung und Pflege.

Daiwa Lexa CC*
Gewicht: 255 g
Übersetzung: 6,3:1
Kugellager: 8
Schnurkapazität: /
Schnureinzug: /
Bremskraft: 11 kg
Anmerkung: Meine Empfehlung.
Abu Garcia Baitcastrolle*
Gewicht: 221 g
Übersetzung: 6,75:1
Kugellager: 7+1
Schnurkapazität: 135m/0,32mm
Schnureinzug: /
Bremskraft: 9 kg
Anmerkung: Preis/Leistung top

Eigenschaften einer guten Baitcastrolle

Größe muss passen!

Beim Angeln mit der Multi muss die Rolle zum restlichen Gerät passen. Bei uns in Deutschland kommt man meist mit den 50er, 100er und 200er Größen klar. Generell gilt natürlich wie immer: Nachdenken bevor man einfach die Größte kauft, weil mehr nicht immer gleich besser ist. Die Größe eurer Rolle hängt genauso vom persönlichen Geschmack ab, wie von eurem Zielfisch und Gewässer, das ihr beangelt. Je nach Einsatzgebiet ist es entscheidend, die richtige Rollengröße und das richtige Modell zu wählen. Wichtig ist das Rollengewicht: Eine gute Kombo ist ausgewogen.

Die richtigen Rollengrößen im Verhältnis zur Schnurstärke:
  1.  50er Rollen: ideal für Barsch, Döbel, Aland, Forellen. Schnurklasse: 8-10 lb (ca 4-5 Kilo Tragkraft) und Köder von 6-15 Gramm
  2. 100er Rollen: ideal für leichte Hecht-, Seeforellen-, Schwarzbarsch- und gröbere Barschfischerei. Schnurklasse: 12-15 lb (ca 6-7,5 Kilo Tragkraft) und Köder von 10-25 Gramm
  3. 200er Rollen: härtere Fischerei auf Rapfen, Seeforelle, Hecht, Schwarzbass und für die leichte Swimbaitfischerei. Schnurklasse: 15-20 lb ( ca. 7,5-10 Kilo Tragkraft) und Köder von 15-60 Gramm

Zielgenaue Präsentation

Auch mit der Stationärrolle lässt es sich ziemlich genau werfen, die Präzision mit einer Baitcaster ist aber schon einen Klasse für sich. Der Köder lässt sich im Wurf dank stetigem Zug teilweise lenken und mit dem Daumen kann die Spule subtil abgebremst werden.

Schnelles Werfen.

Eine weitere Eigenschaft einer Baitcastrolle ist, dass man eigentlich nur eine Hand zum Angeln benötigt. Kaum ist der Köder hochgekurbelt, wird mit dem Daumen ausgelöst und der Köder befindet sich schon wieder in der Luft. Mit der Spinnkombo braucht es zwei Hände.

Links- oder Rechtshänder

Anders als bei Spinnrollen kann man bei der Multi nicht einfach den Griff demontieren und auf der anderen Seite wieder anschrauben! Wer links kurbelt, kauft sich ein Linkshand-Modell, wer rechts kurbelt, eine Rechtshand!

Pflege einer Baitcastrolle

Anders als bei Stationärrollen merkt man bei Baitcastrollen sofort, wenn sie mal wieder geölt werden muss. Das Pflegen einer Baitcastrolle scheint erst etwas kompliziert, aber mit etwas Übung geht auch das leicht von der Hand. Im folgenden findet ihr ein Video dem ihr nur Schritt für Schritt folgen müsst.

Kapselrollen für Anfänger und Könner

Die Kapselrolle ist eine sehr gute Rolle für Anfänger. Sie ist mit der Stationärrolle zu vergleichen. Sie ist sehr einfach zu bedienen, da die Spule von einer Kapsel umhüllt ist. Man muss vor dem Auswerfen nur einen Hebel entsichern. Der Nachteil ist jedoch, dass oft Dreck und Schmutz in die Kapsel gelangen und Rolle und Schnur schädigen.

Mitchell Turbo Spin 17*
Gewicht: 227 g
Übersetzung: 3,4:1
Kugellager: 2
Schnurkapazität: 65m/0,25mm
Schnureinzug: 47 cm
Abu Garcia ABU 506 MKII*
Gewicht: 288 g
Übersetzung: 3,9:1
Kugellager: 4
Schnurkapazität: 200m/0,22mm
Schnureinzug: 55cm

Vorteile der Kapselrolle

Wenn der Wind ungünstig steht, dann hat man Probleme mit der offenen Stationär-Rolle. Der Wind kann die Leine hinter den Schnurfangbügel drücken, und wenn man es nicht bemerkt, verheddert sich die Schnur. Dabei kann die Leine auch reißen. Das erfordert viel Aufmerksamkeit an windigen Tagen. Das kann besonders für Anfänger schwierig sein. Die vielen neuen Eindrücke und Aufgaben können leicht überfordern.

In dieser Situation ist die Kapselrolle besser, weil die Schnur in der Kapsel vor dem Wind geschützt wird. Kapselrollen haben einen weiteren großen Vorteil: Man kann sehr schnell immer wieder den Schnurfangstift lösen, und die Leine so freigeben. Das ist sehr einfach zu handhaben und im fließenden Gewässer von Vorteil.

In folgenden Situationen setze ich gerne Kapselrollen ein:

  • Fischen mit der abtreibenden Pose (Trotting), wenn der Köder nicht genau mit der Strömungsgeschwindigkeit abtreiben muss.
  • Schnelles Fischen mit einem mittleren Waggler (eine spezielle Pose), wenn präzises Werfen nicht nötig ist.
  • Werfen ohne dass die Schnur sich verheddert, wenn der Wind die Schnur von einer normalen Stationärrolle wegpustet.

Fliegenrollen

Fliegenrollen dienen hauptsächlich zum Aufnehmen von Backing und Fliegenschnur, aber sie sind auch, mit der richtigen Bremse ausgerüstet, ein wichtiges Instrument zum Drillen und Landen eines gefangenen Fisches.

Bei der leichten bis mittelschweren Äschen- und Forellenfischerei spielt die Rollenbremse häufig eine untergeordnete Rolle, aber bei der Jagd auf größere Fische im Süß- und Salzwasser spielt die Leistung und Zuverlässigkeit der Bremseinheit eine wichtige Rolle.

Hier geht es zu den Fliegenrollen*. 

Spinnrollen im Vergleich

Die Spinnrolle ist meist eine kleine leichte Rolle, da es beim Spinnfischen darum geht den Köder immer in Bewegung zu halten. Dafür kann man Stationär- und Multirollen nutzen. Da man beim Spinnfischen sehr dynamisch fischt, müssen die Rollen eine leichte und kleine Bauform haben. Trotzdem müssen sie stark genug sein, um auch große starke Raubfische bändigen zu können.

Spro Red Arc*
Gewicht: 265-310 g
Übersetzung: 5,1:1
Schnurkapazität: 0,24mm/100m - 0,30mm/150m
Bremskraft: 4-8 kg
Bremse: Frontbremse
Kugellager: 6+1 Edelstahl
Rollentyp: Stationärrolle
Größe: 1000, 2000, 3000, 4000
Anmerkung: Ich selbst nutze die 3000 zum Spinnfischen.
Daiwa Ninja 3000 A*
Gewicht: 310g g
Übersetzung: 4,7:1
Schnurkapazität: 0.28mm/220m
Bremskraft: 5 kg
Bremse: Frontbremse
Kugellager: 4
Rollentyp: Stationärrolle
Größe: 3000
Anmerkung: Preis/Leistung gut
Quantum Smoke S3 LH 101 HPT*
Gewicht: 196 g
Übersetzung: 7,3:1
Schnurkapazität: 138m/0,25mm
Bremskraft: 11 kg
Bremse: /
Kugellager: 11
Rollentyp: Multirolle
Größe: /
Anmerkung: Einfach nur ein Traum!

Was macht eine gute Spinnrolle aus?

Man kann jetzt natürlich Dutzende Möglichkeiten aufzählen auf welche Eigenschaften man, beim Kauf einer Spinnrolle, achten sollte. Doch letztendlich sind für mich 2 Faktoren besonders wichtig!

Die Leichtgängigkeit einer Spinnrolle

An eine Spinnrolle werden völlig andere Anforderungen gestellt als an andere Rollen. Das liegt daran, dass Spinnfischen sehr dynamisch ausgeführt wird. Daher muss eine Spinnrolle vor allem eines sein. Leichtgängig! Eine leichtgängige Spinnrolle macht das Angeln erst richtig komfortabel.

Die Qualität der Rolle hängt allerdings nur indirekt mit der Anzahl der Kugellager zusammen. Dies ist wichtig zu wissen, da einige Hersteller mit der alleinigen Anzahl werben. Die Qualität der Kugellager hat einen größeren Einfluss auf die Leichtgängigkeit als die reine Anzahl. Ein erstes Indiz ist hier das Herstellungsmaterial.

Schnurverlegung

Die Schnurverlegung muss sauber und tüdelfrei sein. Insbesondere beim Angeln mit geflochtenen Schnüren. Wenn die Schnur beim Einholen nicht ordentlich verlegt wird, ist ein Knoten in dem unpassendsten Moment vorprogrammiert. Um die Schnur anschließend zu entknoten, braucht man Zeit und Nerven. Wer sich das sparen will greift lieber zu einem qualitativem Produkt.

Multirollen – Welche soll es werden?

Bei Multirollen ist die Besonderheit, dass die Spule sich dreht und die Schnur somit abgerollt wird. Eine Multirolle hat ein sehr feines Bremssystem und meist ein Gehäuse, welches aus einem Stück besteht. Multirollen sind nicht unbedingt für Anfänger geeignet, da sie relativ komplex in der Benutzung sind. Daher empfehle ich Anfängern immer zu Beginn auf andere Rollen auszuweichen.

Abu Garcia Multirolle Alphamar LC Syncro*
Gewicht: 498 g
Übersetzung: 4,7:1
Schnurkapazität: 445m/0,41mm
Bremskraft: 9 kg
Kugellager: 2
Anmerkung: Verfügt über Tiefenzähler
DAM Quick Pirate LHC, RHC*
Gewicht: 580 g
Übersetzung: 4:1
Schnurkapazität: 300m/0,45mm
Bremskraft: 10 kg
Kugellager: /
Anmerkung: Verfügt über Tiefenzähler

Multirolle oder Stationärrolle

Multirollen sind kompakt konstruierte Angelrollen, welche vor allem im Raubfischangeln-Sektor sehr weit verbreitet sind. Die wichtigsten Vorteile einer Multirolle gegenüber ihrem Gegenstück – der Stationärrolle – sind höhere Schnurfassung und Robustheit. Zusammen machen diese beiden Eigenschaften sie für das Meeresangeln und für das Fischen auf große Räuber geeignet, wie Wels oder Hecht. Zusätzlich gibt es auch kleinere Multirollen – die sogenannten Baitcastrollen.

Stationärrollen – Die Allrounder der Angelwelt

Die wohl am meisten genutzte Angelrolle überhaupt ist die Stationärrolle. Sie ist ein absoluter Allrounder. Es gibt Stationärrollen in allen Größen und Variationen. Egal, ob zum Spinnfischen oder Brandungsangel. Ob auf Aal oder Karpfen. Man kann sie immer einsetzen. Das auffälligste Merkmal dieser Angelrolle ist, dass sich die Schnur beim Auswerfen von der feststehenden Spule abrollt. Stationärrollen gibt es mit Front- und Heckbremse.

Da man Stationärrollen für alle möglichen Arten der Angelei einsetzen kann, empfehle ich euch im folgenden einfach die 3, die ich am meisten nutze. Solltet ihr euch für eine von diesen entscheiden sucht euch einfach die Größe raus, die ihr für eure Angelei benötigt. Oder schaut nochmal bei den anderen Rollen vorbei.

Spro Red Arc*
Gewicht: 265-310 g
Übersetzung: 5,1:1
Schnurkapazität: 0,24mm/100m - 0,30mm/150m
Bremskraft: 4-8 kg
Bremse: Frontbremse
Kugellager: 6+1 Edelstahl
Größe: 1000, 2000, 3000, 4000
Anmerkung: eine meiner Lieblingsrollen. Benutze ich für fast alles. Absolute Empfehlung!
DAM Quick 5*
Gewicht: 225-300 g
Übersetzung: 5,8:1
Schnurkapazität: 140m/0,20mm - 185m/0,30mm
Bremskraft: 4-10 kg
Bremse: Frontbremse
Kugellager: 7+1
Größe: 1000, 2000, 3000, 4000
Anmerkung: Empfehlenswert.
Shimano Sienna 2500 RE*
Gewicht: 330 g
Übersetzung: 5,2:1
Schnurkapazität: 240m/0,20mm
Bremskraft: 5,5 kg
Bremse: Heckbremse
Kugellager: 2
Größe: 2500
Anmerkung: Schnäppchen für Einsteiger.

Heck- oder Frontbremse? Was ist die richtige Wahl?

Heckbremse

Das Rad zum Justieren der Heckbremse sitzt unten an der Stationärrolle am Getriebehäuschen, da bei dieser Bremsenart mehrere Scheiben auf die Rollenachse wirken.

Die Heckbremse ist beim Drill eines Fisches einfacher zu bedienen, leider verschmutzt sie schneller als eine Frontbremse. Zusätzlich ist es auch relativ schwierig die Bremse zu reinigen, da sie leider nicht so leicht zu öffnen ist, wie die Frontbremsanlage.

Speziell beim Drill kampfstarker Fische ist es von großem Vorteil, wenn man schnell auf eine harte oder weiche Einstellung umschalten kann.

Frontbremse

Eine Frontbremse wird direkt an der Spule umgestellt. Bei hochwertigen Stationärrollen ist die Frontbremse wasserdicht und dadurch nicht so anfällig gegen Verschmutzung oder Salzwasser.

Eine Frontbremse lässt sich durch die größeren Bremsscheiben weitaus sensibler einstellen als eine Heckbremse, weil diese direkt auf die Spule einwirken. Allerdings bedeutet das leider auch, dass während des Drills nicht so schnell Einstellungen vorgenommen werden können.

Kombinierte Bremssysteme

Mittlerweile werden von einigen Herstellern Stationärrollen angeboten, die beide Bremssysteme enthalten. Ich selber habe diese Systeme noch nicht getestet, daher kann ich sie euch auch nicht guten Gewissens empfehlen. Natürlich steht es euch frei euch selbst auszuprobieren. Denn: Probieren geht über studieren.

Alle Angelrollen auf einen Blick

Rollentyp: Multirolle
Multirolle*

Auf dieser Website gibt es Übersichten über alle Eigenschaften und Rankings für die verschiedenen Rollen. In den Artikeln gibt es noch einmal genauere Erklärungen, was wirklich wichtig bei diesen Rollen ist, sowie Empfehlungen und Vergleiche.

Stationärrolle
Spinnrollen
Multirollen
Kapselrollen
Fliegenrollen
Baitcastrollen

Natürlich gibt es noch Dutzende weitere Rollen in allen möglichen Variationen und allen Preiskategorien. Das Ziel dieser Seite ist es aber nicht einfach alle einmal gezeigt zu haben. Wir wollen einen Überblick geben über eine Auswahl von Rollen, die jeden Angler für jede Situation wappnen sollten.

Die Rollenwahl

Ähnlich den Angelruten ist die Auswahl der Angelrollen so groß, wie die Vielfalt an Fischarten und Gewässertypen. Und für jede Situation gibt es das passende Gerät. Alles muss aufeinander abgestimmt sein. Doch worauf muss ich eigentlich achten?

Wichtige Punkte für die Entscheidung

Die wichtigen Eigenschaften auf die man bei der Rollenwahl achten sollten, ähneln stark denen bei der Auswahl der richtigen Angelrute.

  1. Angeltechnik auswählen: hier entscheidet man sich für eine oder mehrere Angeltechniken, ob Spinnfischen, Grundangeln, Feedern oder sogar Fliegenfischen ist wohl der erste und wichtigste Schritt bei der Wahl der Rolle. Während beim Spinnfischen eher kleine, leichte Rollen zum Einsatz kommen, werden fürs Brandungsangeln eher schwere große Rollen benötigt.
  2. Die Zielfischwahl. Sie beeinflusst in Kombination mit der Angeltechnik, welche Übersetzung, welche Bremskraft und welchen Schnureinzug die geeignete Rolle haben muss.
  3. Das Gewässer beeinflusst, ob man eine salzwasserfeste Rolle benötigt oder nicht. Je nachdem welche Fischarten in dem ausgewählten Gewässer leben, kann ebenfalls die Wahl der Rolle beeinflusst werden. Wenn man große Tiefen erreichen muss, wie beim Pilken in Norwegen beispielsweise muss die Rolle eine große Schnurkapazität aufweisen.
  4. Vom Boot werden keine Weitwurfrollen gebraucht. Vom Ufer hingegen ist es essentiell, dass der Schnurablauf optimal ist, wenn man weit auswerfen muss um geeignete Stellen zu erreichen.

Eigenschaften von Angelrollen

Alle Eigenschaften einer Rolle in Kombination machen sie für einen bestimmten Zielfisch oder ein bestimmtes Gewässer besonders geeignet.

Das Gewicht

Das Gewicht einer Rolle korreliert im Wesentlichen mit der Bremskraft, Schnurkapazität, Schnureinzug und daraus resultierend mit der Wurfweite. Generell gilt: je größer die Rolle, desto besser die Werte. Das heißt aber nicht, dass man mit kleinen Rollen nicht weit werfen kann. Entscheidend ist das Gewicht auch dann, wenn man lange Zeiten angelt, viele Würfe macht und große Distanzen zurücklegt, wie beim Spinnfischen. Hierbei machen kleinere Rollen Sinn.

Die Bremskraft

Eine gute Bremskraft wird immer wichtiger, je größer und kampfstärker der Zielfisch wird. Ist die Bremskraft zu gering, ziehen die Fische in den extremsten Fällen die Schnur von der Rolle oder ins Kraut, wo die Schnur reißen kann. Man sollte aber nun auch nicht in Panik die stärkste Rolle kaufen, die man finden kann. Auf Hecht fische ich selber nie mit mehr Bremskraft als 6 kg und das ist schon großzügig gewählt. Wirklich darauf achten sollte man darauf bei großen Fischen, wie Waller, Dorsch und Co.

Der Schnureinzug und Schnurablauf

Der Schnureinzug pro Umdrehung entscheidet darüber, wie schnell man einen Köder einholt, was beim Spinnfischen die richtige Führung beeinflussen kann. Auch entscheidet er darüber, wie schnell der Fisch zu einem herangeholt werden kann.

Geflochtene Schnur*
Geflochtene Schnur*

Wichtig ist ebenfalls die Qualität der Schnurwicklung. Ist diese zu lasch oder unregelmäßig können Knoten entstehen. Das ist nervig und kann einen viel Schnur und Ausrüstung kosten. Dasselbe gilt für den Schnurablauf. Je besser die Schnur abläuft, desto weiter und vertüdelungsfreier kann die Schnur fliegen. Bei Freilaufrollen oder im Freilauf ist ein guter Schnurablauf auch deshalb wichtig, damit der Fisch keinen Widerstand merkt, wenn er am Köder knabbert. Das kann über Bisse im Überfluss oder einen Schneidertag entscheiden.

Die Schnurkapazität

Ich denke hierzu gibt es nicht viel zu sagen. Je weiter man auswerfen muss und je stärker die Fische sind, desto mehr Schnur sollte eine Rolle speichern können.

Hinweis: Die Angaben der Hersteller zur Schnuraufnahme in Meter gelten zumeist für monofile Schnüre. Multifile Schnüre sind bei gleichem Durchmesser oft dicker (hört sich seltsam an ist aber so) und daher kann man meist weniger multifile Schnur aufspulen als angegeben.

Die Übersetzung

Wenn man bei den Herstellerangaben einer Rolle von der Übersetzung spricht und 5,8:1 liest, fragt man sich natürlich was man damit anfangen soll.

Die Zahl bzw. Zahlen vor dem Doppelpunkt geben an, wie viele Umdrehungen die Rollenspule macht, wenn die Kurbel einmal (die Zahl nach dem Doppelpunkt) um ihre Achse gedreht wird. In unserem Beispiel ist es exakt 5.8 Mal. Je nachdem wie hoch die Übersetzung ausfällt und wie groß die Spule ist, bedeutet es schnelle bzw. langsame Köderführung.

Die Kugellager

Bei den Kugellagern ist eigentlich am Wichtigsten die Anzahl und das Material. Pauschal kann man sagen: je mehr Kugellager, desto runder der Lauf. Allerdings sind Edelstahlkugellager natürlich viel haltbarer als Kunststoff. Kunststoff würde ich übrigens keinem empfehlen.